Kalibrierverfahren für Backenplatten

Anwendbare Ausrüstung: Backenbrecher (Kalibrierung für den Austausch von beweglichen/festen Backenzahnplatten, versetzten oder ungleichmäßigen Verschleiß)

Sicherheitsregeln vor Arbeitsbeginn (verpflichtend)

Stromzufuhr unterbrechen und LOTO-Verfahren (Lockout/Tagout) durchführen. Schwungrad manuell drehen, um den vollständigen Stillstand zu bestätigen. Brechkammer von Rückständen befreien. Vollständige Schutzausrüstung tragen.

1. Vorbereitung

  1. Bereiten Sie folgende Werkzeuge vor: Drehmomentschlüssel, Fühlerlehre, Lineal, Brecheisen, Kettenzug, Anti-Seize-Paste, Keilblöcke.
  2. Montagefläche reinigen: Erzrückstände und Rost von der beweglichen Backe und der Auflagefläche des Rahmens entfernen. Sicherstellen, dass die Oberfläche eben und frei von Vertiefungen oder Fremdkörpern ist.
  3. Zahnplatten prüfen: auf Risse und Verformungen untersuchen. Korrekte Einbaurichtung bestätigen:Zahnspitze und Zahntal sind deckungsgleich. Eine Montage von Zahnspitze zu Zahnspitze ist verboten.

2. Positionierung der Zahnplatte & Vorkalibrierung

  1. Heben Sie die Zahnplatte in Position. Achten Sie auf vollständigen Kontakt zwischen Rückseite und Basis; Wackeln oder einseitiges Hängenbleiben ist nicht möglich. Die Verbindungen der segmentierten Zahnplatten sind glatt und weisen keine Stufen auf.
  2. Keil- und Klemmblöcke montieren. Schrauben handfest anziehen. Diagonal stufenweise festziehen. Nicht eine Seite gleichzeitig vollständig festziehen.
  3. Verwenden Sie eine gerade Kante, um die Vertikalität und Zentrierung der Zahnplatte zu kalibrieren und ein Verkanten zu vermeiden.

3. Parallelitäts- und Spalt-Feinkalibrierung (Wichtiger Schritt)

  1. Das Schwungrad von Hand drehen. Die bewegliche Backe bewegt sich gleichmäßig hin und her, ohne zu klemmen oder kratzen.
  2. Messen Sie den Kammerspalt in der oberen, mittleren und unteren Position.Parallelitätstoleranz ≤ 2 mm.Bei Abweichungen von der Toleranz müssen die Keilblöcke gelockert werden, um den Nivellierungspunkt wiederherzustellen.
  3. Stellen Sie die Einstellung für die geschlossene Seite (CSS) gemäß Gerätespezifikation ein. Überprüfen Sie die Maße erneut mit einer Fühlerlehre und dem Verriegelungsmechanismus.
  4. Nachprüfung: Keine Lücken unter der Rückseite der Zahnplatte; Platte korrekt positioniert ohne Versatz.

4. Stufenweises Anziehen der Schrauben und erneute Überprüfung

  1. Gewinde mit Anti-Seize-Paste bestreichen. In drei Stufen diagonal anziehen: 30 % Drehmoment → 70 % Drehmoment → 100 % Nenndrehmoment.
  2. Parallelität und CSS nach dem Verschärfen erneut messen, da die Anzugskraft die Zahnplatte verschieben und zu Toleranzabweichungen führen kann.
  3. Prüfen Sie, ob die Keilblöcke und Spannblöcke fest sitzen. Die Zahnplatte darf kein Spiel oder Lockerheit aufweisen.

5. Leerlauf-Inbetriebnahme und -Abnahme

  1. Entfernen Sie sämtliche Werkzeuge und Abfälle aus der Kammer. Bringen Sie die Schutzvorrichtung wieder an.
  2. Die Laufmaschine auf Stöße oder ungewöhnliche Geräusche prüfen. 10–30 Minuten lang ohne Last laufen lassen.
  3. Prüfen Sie Vibrationen und Lagertemperatur. Überprüfen Sie Schrauben und Keilblöcke erneut auf Lockerheit.

6. Probelauf unter Last und Endabnahme

  1. Materialzufuhr bei geringer Last. Auf stabile Produktgröße, einseitige Zufuhr und ungewöhnlichen Verschleiß achten.
  2. Maschine anhalten und Zahnplattenposition, Schraubendrehmoment und Kammerspalt vollständig prüfen. Wartungsnachweise vollständig erstellen.

Verbotene Vorgänge & Fehlerbehebung

Verbote

  1. Schlagen Sie nicht mit einem schweren Hammer auf den Zahnplattenkörper. Hochmanganhaltiger Stahl kann reißen.
  2. Verwenden Sie keine Unterlegscheiben, um die hängende Zahnplatte auszugleichen. Reparieren Sie stattdessen die Auflagefläche der Grundplatte.
  3. Ungewöhnliche Geräusche oder Störungen dürfen niemals bei laufender Maschine untersucht werden.

Abhilfe bei häufigem Fehler

  1. Schneller einseitiger Verschleiß: schiefe Zahnplatte, Parallelität außerhalb der Toleranz → neu ausrichten und diagonal festziehen.
  2. Zahnplattensprung / häufiges Lösen der Schraube: schlechter Rückkontakt, unzureichende Keilkompression → erneut einsetzen und festziehen.
  3. Aufprallgeräusche in der Kammer: falsch positionierte oder falsch ausgerichtete Zahnplatte → Platte neu positionieren.

Akzeptanzkriterien

  1. Zahnplatte fest montiert, kein Verrutschen oder Wackeln; Parallelität innerhalb der Toleranz.
  2. Keine ungewöhnlichen Geräusche oder starken Vibrationen im Leerlauf und unter Last.
  3. Stabile Produktgröße, kein ungewöhnlicher einseitiger Verschleiß.

 


Veröffentlichungsdatum: 09.09.2026
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